Leseprobe März 2005


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Wer ist Jesus?

Sieg über den Tod!

Den ältesten erhaltenen Bericht über die Auferstehung Jesu schrieb der Apostel Paulus in den frühen fünfziger Jahren des ersten Jahrhunderts an die Christen in Korinth:

Zuerst habe ich euch weitergegeben, was ich selbst empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben.

Das ist das Wichtigste, und so steht es schon in der Heiligen Schrift. Er wurde begraben und am dritten Tag vom Tod auferweckt, wie es die Propheten angekündigt hatten.

Als der Auferstandene hat er sich zuerst Petrus gezeigt und später den zwölf Aposteln. Dann haben ihn mehr als fünfhundert Brüder zur gleichen Zeit gesehen, von denen die meisten noch heute leben; einige sind inzwischen gestorben. Später ist er Jakobus und schließlich allen Aposteln erschienen. Zuletzt hat er sich auch mir gezeigt, der ich es am wenigsten verdient hatte. (1. Korinther 15, 3-8).

Es war die Auferstehung Jesu, die aus Paulus einen Christen machte: Er begegnet Jesus persönlich auf der Straße nach Damaskus. Und er bezeugt die Wahrheit der Begegnungen mit dem Auferstandenen durch verschiedene Personen, die er in diesem Abschnitt erwähnt. Das ist ein wunderbarer, früher Hinweis aus erster Hand.

Aber die Hauptsache dabei ist die lebensverändernde Kraft Jesu. Sehen Sie, wie Jesus die Zwölf von einem entmutigten Häuflein in eine „Einsatztruppe“ verwandelt. Er erlöst Kephas (das ist der aramäische Name für Petrus) aus der Verzweiflung und macht ihn zu einem Leiter der Urgemeinde. Jesus erscheint mehr als fünfhundert Jüngern und macht aus ihnen eine Gemeinde.

Er zeigt sich allen Aposteln, einschließlich des Thomas’, und verwandelt ihn von einem hartnäckigen Pessimisten in einen glühenden Anbeter.

Saulus von Tarsus, den gefährlichsten Feind der Urgemeinde, macht er zum größten missionarischen Lehrer der Christenheit. Es ist der auch heute noch wirksame Einfluss des auferstandenen Jesus, der das alles damals bewirkte!
 

Eine Fülle von Konsequenzen

Die Konsequenzen lassen sich kaum absehen:

Wenn Jesus tatsächlich von den Toten auferstand, dann können wir sehr sicher sein, dass er tatsächlich der war, der er zu sein beanspruchte. Im Neuen Testament ist ein Fragment eines alten Glaubensbekenntnisses erhalten, in dem das sehr klar zum Ausdruck kommt: „Jesus Christus, der geboren ist aus dem Geschlecht Davids nach dem Fleisch, und eingesetzt ist als Sohn Gottes in Kraft durch die Auferstehung von den Toten“ (Römer 1, 3). Die Auferstehung besiegelt seine Ansprüche.

Wenn Jesus wirklich von den Toten auferstand, dann hat er auch die Last der Sünde der Welt vollständig hinauf ans Kreuz getragen. Paulus schreibt dazu: „… der unserer Übertretungen wegen dahingegeben und unserer Rechtfertigung wegen auferweckt worden ist“ (Römer 4, 25).

Wenn Jesus wirklich von den Toten auferstand, dann können wir sicher sein, dass es ein Leben nach dem Tod gibt und dass er in der Lage ist, uns dorthin zu führen. Wir müssen nicht länger darüber spekulieren, ob wir weiterleben, nachdem wir gestorben sind. Jesus ist hinter die Barriere des Todes gegangen und von dort zurückgekehrt, um zu zeigen, dass seine Anhänger ein neues Leben erwartet. „In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen“, versprach er, und seine Auferstehung bewies das.

Wenn Jesus wirklich von den Toten auferstand, können wir von Grund auf optimistisch an die Zukunft der Menschheit denken. Die Zukunft liegt nicht in der Atombombe oder in der ökologischen Katastrophe. Sie liegt in den Händen des auferstandenen Herrn des Universums. Was für ein Grund zur Freude!

Wenn Jesus wirklich von den Toten auferstand, dann wirkt dieselbe Kraft, um auch uns heute aus den verschiedensten Formen des Todes und der Gefangenschaft zu befreien.

Wenn Jesus wirklich von den Toten auferstand, wenn er zu einer neuen und unsterblichen Qualität von Leben auferweckt wurde, dann muss er heute leben. Wenn er aber lebt, warum sollte ich ihm dann nicht begegnen?

Ich bin ihm begegnet. Das ist der Grund meiner Gewissheit.

Michael Green
aus: Michael Green: Jesus – wer ist das? ©R. Brockhaus Verlag, Wuppertal 1. Auflage 1992

Fragen zum Schwerpunktthema dieser Ausgabe „Ostern“:

  1. Was bedeutet Ihnen Ostern?
  2. Was fällt Ihnen an der christlichen Osterbotschaft auf?
  3. Haben Sie schon einmal Erfahrungen mit dem Auferstandenen gemacht?
  4. Wieso ist es so wichtig, dass Jesus auferstanden ist?


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