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Ferngesteuerter Alkohollaster lockte zum Messestand

Leipzig

Blaues Kreuz auf dem Kongress christlicher Führungskräfte

"Wollen Sie einmal mit 1,5 Promille Lkw fahren?" Auf diese provokative Frage schaute mancher Messebesucher etwas verwirrt. Doch viele nutzen schließlich die Gelegenheit, testeten die Rauschbrille, lenkten den ferngesteuerten Spielzeuglaster und informierten sich über das Blaue Kreuz. Der christliche Suchtkrankenhilfeverband präsentierte sich erstmals auf dem Kongress christlicher Führungskräfte in Leipzig mit seinen verschiedenen Arbeitsbereichen - Selbsthilfe, Verlag, Suchtbehandlung, Prävention und betriebliche Gesundheitsförderung.

Vor allem die Frage "Wie gehe ich mit suchtgefährdeten Menschen im Unternehmen um?" wurde von den Kongressteilnehmern mehrfach gestellt. Albrecht Aupperle, Geschäftsführer des Blaukreuz-Instituts iprevent.de, informierte die Ratsuchenden dann über die "Motivierende Personalführung" und bot ihnen an, ein Führungskräfteseminar oder Mitarbeiterberatung in ihrem Unternehmen durchzuführen.
Andere Messebesucher berichteten von persönlichen Erfahrungen mit Alkoholmissbrauch in ihrer Familie oder in ihrem Bekanntenkreis. Auf dem Blaukreuz-Stand erhielten sie einige Hinweise, wie sie mit alkoholkranken Menschen umgehen sollten und wo sie in ihrer Region Hilfe bekommen.

Besonderes Aufsehen erregte ein ferngesteuerter Lkw mit dem Aufdruck "Deutschlands Laster Nummer 1: Alkohol". Kinder aber auch Erwachsene offenbarten ihren Spieltrieb und rangierten den Spielzeug-Truck geschickt um die aufgestellten Pylonen. Wer wollte, konnte seine Fahrkünste an der Fernsteuerung dann auch mit 1,5 Promille testen. Mit der Rauschbrille auf der Nase nahmen die Messebesucher ihre Umgebung allerdings nur noch sehr verschwommen und verzerrt war.

Olympiasieger wirbt fürs Blaue Kreuz
Höhepunkt auf dem Blaukreuz-Messestand war der Besuch von Sportschütze und Olympiasieger Ralf Schumann mit seiner Frau Anke. Der prominente, christliche Sportler gab Autogramme und erläuterte, warum er sich für das Blaue Kreuz engagiert: "Ebenso wie ich im Schießsport nur ein Ziel vor Augen habe, arbeiten suchtkranke Menschen auf ein Ziel hin: abstinent zu leben. Allerdings muss ein Alkoholkranker viel härter arbeiten und darf nicht einen Wettkampf vergeigen", sagte Ralf Schumann und hofft, dass er durch sein Engagement den ein oder anderen suchtkranken Menschen zu einer Lebensveränderung ermutigen kann.
Hoffnungsvoll ist auch das Fazit vom Blaukreuz-Bundessekretär Reinhard Lahme: "Durch den Blaukreuz-Stand wurde vor allem vermittelt: Sucht sollte nicht in Schweigen gehüllt werden, sondern nur ein ehrlicher Umgang miteinander und Offenheit füreinander hilft den Betroffenen – auch in christlichen Kreisen." Reinhard Lahme wünscht sich, dass der Messeauftritt des Blauen Kreuzes einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat und bei den Kongressbesuchern nachwirkt.

bk



Blaukreuz-Mitarbeiter luden auf ihrem Messestand zu einem Erfrischungsgetränk, einem Gewinnspiel und zum offenen Gespräch ein.


Der ferngesteuerte Spielzeug-Lkw mit der Aufschrift „Deutschlands Laster Nummer 1: Alkohol“ sorgte für Aufmerksamkeit und offenbarte den Spieltrieb bei Kindern und Erwachsenen.


Sportschütze Ralf Schumann erläuterte Fernsehjournalist Markus Spieker (re.) auf der Podiumsbühne, warum er sich für das Blaue Kreuz engagiert.

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