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Gruppen und Vereine

Die zentrale Arbeit im Blauen Kreuz geschieht in den circa 1.200 Begegnungsgruppen, in denen sich Betroffene und Angehörige austauschen können. Hier beginnt die Hilfe für Menschen, die noch keinen Kontakt zu professionellen Einrichtungen oder die eine Therapie bereits abgeschlossen haben.

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Suchtkranke finden hier erste Informationen über die Krankheit und ihre Bewältigung sowie über therapeutische Einrichtungen, an die sie sich wenden können.
Im Anschluss an die Therapie haben sie einen Raum, in dem sie den Prozess ihrer Genesung fortsetzen können.
Jeder abstinent lebende Suchtkranke ist Mutmacher für diejenigen, die sich am Anfang ihrer Genesung befinden.
Der gemeinsame Gruppenbesuch ist auch wichtig für die Teilnehmer, die schon viele Jahre abstinent leben. Sie bleiben sensibel für ihre Krankheit und erfahren durch eine starke Gemeinschaft Unterstützung in ihren Glaubens- und Lebensfragen.

Auch Angehörige brauchen Hilfe. Viele Ehepartner und andere Familienmitglieder finden im Austausch mit anderen Angehörigen das Verständnis für ihre eigene Rolle im Suchtgeschehen. Sie haben in der Gruppe die Möglichkeit, an ihrer Beziehungsabhängigkeit (Co-Abhängigkeit) zu arbeiten und lernen, ihren Selbstwert wieder neu zu entdecken und ihren eigenen Weg aus dem verhängnisvollen Suchtsystem heraus zu finden.

Die Begegnungsgruppen sind darüber hinaus offen für alle interessierten Menschen, die mehr über sich selbst wissen möchten und sensibler werden wollen im Umgang mit sich und anderen. Nicht der Alkohol ist das Hauptthema, sondern die Auseinandersetzung mit wichtigen Lebensfragen.

Viele Gruppenteilnehmer und -teilnehmerinnen werden durch die Gemeinschaft gestärkt, mitunter sogar getragen. Die soziale Kompetenz, die durch die Sucht verloren gegangen ist, wird neu gelernt und zur Entfaltung gebracht. In der Gruppe können sie ihre Begabungen entwickeln oder neu entdecken. Die Gruppe wird zu einem Ort, an dem Belastungen, Lebensprobleme und schwierige Erfahrungen angesprochen, be- und verarbeitet werden können.

Grundlage des Miteinanders ist der Glaube an Gott, der durch Respekt, Wertschätzung und liebevolles Interesse am Gegenüber erfahrbar wird.

Die Gruppenleiter haben in der Regel eine Suchtkrankenhelferausbildung absolviert, damit sie in der Lage sind, den Menschen, die in ihre Gruppen kommen, angemessen zu helfen.