hat einen großen Stellenwert in der Arbeit des Blauen Kreuzes. Uns ist es wichtig, die Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen so zu stärken, dass ein Leben ohne
Alkohol und Drogen gelingen kann.

Der Begriff „Prävention“ kommt aus dem Lateinischen (praevenire) und bedeutet so viel wie „zuvorkommen“, „verhüten“. Somit bezeichnet man alle Maßnahmen und Strategien als präventiv, die zum Ziel haben, drohenden Risiken zuvorzukommen oder sie zu verhüten.
Suchtprävention beschäftigt sich mit den vielförmigen Erscheinungsformen der Sucht. Sie hat das Ziel, den Missbrauch von Suchtmitteln und süchtige bzw. suchtähnliche Verhaltensweisen zu verhindern. Suchtprävention entwickelt daher Strategien und Modelle, die die Ressourcen der Person sowie ihres sozialen und institutionellen Umfeldes fördern.
Suchtprävention will Gesundheit fördern und einer Suchterkrankung zuvorkommen.
Für die Präventionsarbeit gibt es verschiedene Terminologien. So wurden durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Begriffe primäre, sekundäre und tertiäre Prävention eingeführt.
Die primäre Prävention zielt darauf ab, das Auftreten von psychischen Störungen, Gesundheitsgefährdung oder einer Sucht zu verhindern. Dazu gehören z. B. Aufklärung als Wissensvermittlung, Preiserhöhungen, gesetzliche Regelungen, aber vor allem die spezifische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
Im Blauen Kreuz verstehen wir darunter, die Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen so zu stärken, dass ein Leben ohne Alkohol und Drogen gelingen kann.
Konkrete Ziele dieser primären Prävention sind:
Die sekundäre Prävention setzt bei Risikogruppen an, also bei bereits missbräuchlich konsumierenden Menschen oder akut Gefährdeten.
Im Blauen Kreuz arbeiten in diesem Bereich Streetworker und Sozialarbeiter, die mit Jugendcafés, aufsuchender Hilfe und Jugendprojekten Kontaktmöglichkeiten und alternative Freizeitgestaltung ermöglichen wollen.
Die tertiäre Prävention hat das Ziel, auf bereits eingetretene Schäden durch Nachsorge und Rückfallvorbeugung einzuwirken.
In Selbsthilfegruppen und Nachsorgeeinrichtungen des Blauen Kreuzes werden Suchtkranke in ihrer Abstinenz gestärkt und gefestigt. Zur Krisenintervention und Bewältigung stehen hauptamtliche Suchtreferenten und kompetente ehrenamtliche Mitarbeiter zur Verfügung.