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DER ERSTE SCHRITT
 

Der erste Schritt ist immer der schwerste! - Oder
warum fällt es so schwer, eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen?

Dafür gibt es mehrere Gründe:
Sobald der suchtkranke Mensch spürt, dass er Hilfe braucht, dass es so nicht mehr weitergehen kann (mit oder ohne Druck von außen) wird ihm meistens bewusst, dass er das „Liebste“, das, was ihm am wichtigsten in seinem Leben geworden ist (Alkohol od. Medikament),aufgeben muss. Dazu kommt das Schamgefühl;zuzugeben, dass er suchtkrank ist. Suchtkrank zu sein ist auch in heutiger Zeit immer noch etwas Unangenehmes. Es kostet sehr viel Überwindung, den Schritt in eine Selbsthilfegruppe zu tun.
Das Gleiche gilt für Angehörige:
Jahre-, oft jahrzehntelang hat die Frau/der Mann, deren Partner trinkt od. Medikamente einnimmt, diese Problematik hingenommen, nicht wahrhaben wollen, ja sogar noch (zwar meistens nicht bewusst) unterstützt – bis hin zur Selbstaufgabe. Hier fällt es ebenso schwer sich einzugestehen, dass Hilfe notwendig ist und dass die Hilfe in einer Selbsthilfegruppe zu finden ist.

Was aber erwartet die Menschen in einer solchen Gruppe:



 
Menschen, die ebenfalls ein Suchtproblem haben (und Angehörige mit dem gleichen Problem) und Verständnis für seine Lage aufbringen
Menschen, die zuhören können
Halt, Schutz, Geborgenheit, Vertrauen, angenommen sein; Zugehörigkeitsgefühl
einen Ort, an dem sie/er sich aussprechen kann
Informationen über Sucht/Suchtmittel/Therapie
aus Erfahrungen der anderen schöpfen können - neue Kontakte
das Gefühl, „normal zu sein“
und vieles mehr



 

Wenn jedoch der betroffene (oder gefährdete) Suchtkranke sowie deren Angehörige es schaffen, sich einer Selbsthilfegruppe anzuvertrauen, ist der erste wichtigste Schritt zum Weg aus der Sucht erfolgt!

In einer Selbsthilfegruppe gilt es aber auch Regeln einzuhalten.


Regeln

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