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MEDIKAMENTENABHÄNGIGKEIT |
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Medikamentenabhängigkeit Wenn Sie häufiger Schlaf- und Beruhigungspillen einnehmen Die Angst vor der Nacht: Wieder dem Ticken des Weckers lauschen; an die Decke starren, bis die Augen brennen. Wie praktisch, dass es dagegen Schlafpillen gibt. Einmal schlucken und gleich wegschlummern. Der Griff zur Schachtel wird schnell zum Bett-Ritual, und aus Gewohnheit wird Gewöhnung schließlich Sucht. Können auch Sie nicht mehr ohne Tabletten schlafen? Um dies heraus zu finden, sollten Sie den nachstehenden Test ehrlich beantworten...
Nehmen Sie schon länger als etwa vier Wochen regelmäßig ein Schlafmittel ein?
Haben Sie das Gefühl, ohne dieses Mittel überhaupt nicht mehr schlafen zu können?
Haben Sie die Probe ohne Schlafmittel gemacht – und nachts kein Auge zugetan?
Haben Sie auch in früherer Zeit häufig zu künstlichen Schlummerhilfen gegriffen?
Haben Sie den Eindruck, dass die vom Arzt verordnete Dosis nicht mehr ausreicht?
Haben Sie von sich aus die Dosierung Ihres Schlafmittels erhöht?
Achten Sie stets darauf, immer genügend Schlafpillen in Reserve zu haben?
Haben Sie Angst Ihr Arzt könnte Ihnen das Schlafmittel nicht mehr verschreiben?
Haben Sie dem Arzt schon mal etwas vorgelogen, damit er ihnen ein Rezept ausstellt?
Haben Sie schon versucht, auf anderen Wegen (z. B. die Freundin gefragt) an ein Schlafmittel zu kommen?
Wenn Sie nur eine der Fragen mit Ja beantwortet haben, leiden Sie vermutlich bereits unter einer Abhängigkeit von Schlafmitteln und sollten sich Hilfe holen. Wenden Sie sich an eine Beratungsstelle oder eine Selbsthilfegruppe.
Aber nicht nur Schlafmittel können zur Abhängigkeit führen: Beruhigungsmittel, Weck- und Aufputschmittel, Schmerzmittel, Kodeinhaltige Hustensäfte, Abführmittel, Appetitzügler und auch sonstige Psychopharmaka (z. B. Distraneurin) können bei Missbrauch – in gleicher Weise wie Alkohol - den Weg in die Sucht ebnen und zu körperlichen, psychischen und sozialen Störungen führen.
Vom Leben
Was wir brauchen, um glücklich zu leben, ist wenig. Aber wir steigern die Bedingungen für Glück ins Endlose und beklagen unser Unglück.
(K. Albert-Wybranietz)
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