Wir hatten uns als Blaukreuzgruppe für dieses Jahr einiges an Aktivitäten vorgenommen. Im März fuhren wir nach Bad Essen in die Paracelsus-Berghof-Klinik. Einige Gruppenmitglieder hatten dort ihre Langzeittherapie. Es fand ein Theaterstück mit dem Titel "Morgen höre ich auf". Karlheinz Lemken - bekannt aus vielen Fernsehproduktionen (z. B. Tatort, SOKO) stellte den Verfall des Alkoholikers in ca. 80 Minuten sehr eindrücklich und beeindruckend dar. Am 1. Mai fand der traditionelle BK-Wandertag in Herford statt. Es regnete Bindfäden. So verlegten wir Mindener den Wandertag nach Minden, begannen mit einem ausgiebigen Frühstück und anschließend "Wandertag durch das Glacis".
Der Selbsthilfetag war die erste Veranstaltung in diesem Jahr. Wir nahmen als einzige Suchtgruppe das dritte Mal daran teil. Es fällt nicht jedem Gruppenmitglied leicht, sich an den Stand zu stellen und sich zu seiner Krankheit zu bekennen. Deswegen freue ich mich immer wieder über die rege Teilnahme. Unser Ziel ist bei den Selbsthilfetagen die BK-Gruppe bekannt zu machen. Bei uns stehen die Besucher bestimmt nicht Schlange, aber jeder Kontakt ist wichtig. Die Freude auf den Selbsthilfetag beginnt für mich schon bei den Vorbereitungen, sei es in der Gruppe oder im Organisationsteam der Kiss. Dieses Jahr liefen die Vorbereitungen besonders gut. Ich freue mich schon auf den nächsten Selbsthilfetag.
Das darauf folgende Wochenende fand unser Wochenendseminar statt. Unsere
Gruppe besteht seit 23 Jahren und es war die Premiere. Während der Planung
war selten klar, wie viele Leute daran teilnehmen würden. Letztendlich
waren wir 12 Personen. Der Referent Heinz Klement war bis zu seinem
Ruhestand im BK hauptamtlich tätig. Der Samstag stand schwerpunktmäßig unter dem Inhalt: Wie und wodurch kann ich mich selbst motivieren. Wir hatten sehr offene Gespräche. Während der nötigen Pause lernten wir uns auch von der "privaten" Seite kennen. Der Spaß kam nicht zu kurz. Ab und an konnten wir uns nur schwer von diesen lustigen Pausen trennen. Das Ende des Samstages hatten wir offen gelassen, ob wir abends auch noch am Thema arbeiten oder eine gemütliche Runde wollten. Wir haben beides gehabt und so wurde es ein arbeitsintensiver Tag, der mit dem Besuch in einer Eisdiele endete. Das Wochenende schloss mit dem Gottesdienst und Heinz Klement predigte.
Am 5. Juli hatten wir einen Stand auf dem Flohmarkt am BÜZ. Dazu durften
wir um 6.30 Uhr dort sein und es endete mit einem kurzen Kaffeetrinken um
15.00 Uhr.
Wie schon seit einigen Jahren uns auch dieses Jahr wieder beim Büchermarkt in der Evgl.-Freikirchl.-Gemeinde beteiligt. Wir haben am 19.11. von 14.30 - 18.00 in einer Kaffeestube, Kaffee und Kuchen angeboten. Diese vielen Aktivitäten beinhalten sehr viel Freude - gerade auch durch die rege Beteiligung. Im nächsten Jahr beginnt die Vorfreude für unser 25jähriges Bestehen, dem ich schon mit viel Freude und Spannung entgegen sehe.
Karin Kerschovan |