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Fernsehtipp: Im Teufelskreis - Wenn Alkohol zur Sucht wird

Mittwoch, 25. Januar 2012 | 20.45-21.15 Uhr im MDR Fernsehen
(deutschlandweit empfangbar)
Reportage, Autor: Film von Katrin Claußner
 

... gefilmt in Blaukreuz-Arbeitszweigen
 

Durchschnittlich zehn Liter reinen Alkohol lassen sich die Bundesbürger pro Jahr durch die Kehle fließen. Das sind umgerechnet knapp 110 Liter Bier, 20 Liter Wein, vier Liter Schaumwein und knapp 5,5 Liter Spirituosen. Viele merken nicht, wie aus dem Gläschen am Abend eine Sucht wird. Jeder 12. Deutsche hat ein Alkoholproblem. In Sachsen trinkt sogar jeder Achte zu viel. Und das sind nur die bekannten Fälle, die Dunkelziffer ist viel höher. Doch wann wird der Griff zur Flasche wirklich zum Problem? Ist das Glas Bier zum Essen, der Rotwein vorm Fernseher schon gefährlich? „Ich trinke zwar manchmal zu viel, kann aber jederzeit aufhören“ - den Satz hören Angehörige, Ärzte, Freunde ständig. Kann man wirklich einfach aufhören?

In einem vom Blauen Kreuz betreuten Wohnprojekt für schwerst alkoholkranke Frauen im erzgebirgischen Großrückerswalde wird man besonders drastisch mit den Auswirkungen der Trinksucht konfrontiert. Interessant ist dabei die Frage, ob es für Alkoholkranke möglicherweise neue medizinische Lösungsansätze gibt. Was ist mit dem Medikament Baclofen, das vor einiger Zeit an der Berliner Charité getestet wurde? „Exakt - Die Story“ fragt in einer Chemnitzer Suchtklinik bei Dr. Falk Weiß nach.

Alkoholsucht ist kein Problem der „bildungsfernen Schichten“ nach dem Motto „keine Arbeit, Langeweile, Flasche“. Seit der CDU-Politiker und Bundestagsabgeordnete Andreas Schockenhoff sich als erster Politiker öffentlich zu seiner Sucht bekannte, wird auch die Alkoholabhängigkeit von politisch Verantwortlichen, Managern und Führungskräften wieder verstärkt diskutiert. Aufgrund des Leistungsdrucks und maximaler Flexibilität ist die Versuchung heute größer als früher, die eigene Leistungsfähigkeit durch Drogen wie Alkohol und Medikamente zu unterstützen. Dieser Ansicht ist auch Professor Gerhard Bühringer, Suchtforscher an der TU Dresden. Kommen dann noch Probleme hinzu - eine zerbrochene Ehe, Misserfolge im Job, Einsamkeit - dreht sich die Spirale weiter bis hin zur Abhängigkeit.
 

„Von Anfang November bis Mitte Dezember 2011 hat die freie MDR-Redakteurin mit einem kleinen Filmteam vor allem in Blaukreuz-Arbeitszweigen gedreht. Sie filmten zur Frauenbesinnungswoche in Rathen, im BK-Haus Schindelbach, in der BK-Angehörigengruppe Aue, zu Hause bei einem betroffenen Blaukreuzler und seiner angehörigen Ehefrau, in der BK-Kontaktstelle des Ortsvereins Chemnitz und in meinem Büro. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Frau Claußner einen wertvollen 30 min. Beitrag zusammengeschnitten hat.“ Jürgen Naundorff, Stollberg

 

 

Neuer Vorstand beim Blauen Kreuz in Osterode/Harz

Im Oktober 2010 wurde Sabine Göllnitz zur neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Sie löst damit Otto Maßnick ab, der diese Aufgabe zwölf Jahre wahrgenommen hat. Otto Maßnick wurde für sein langjähriges Engagement geehrt und zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Er bleibt dem Blauen Kreuz eng verbunden und steht dem neuen Vorstand weiterhin mit seinem Rat zur Verfügung. Die weiteren Vorstandspositionen wurden wie folgt besetzt: Andreas Grams (2. Vorsitzender), Margret Pohl (Schatzmeisterin), Dieter Schlamber (Schriftführer) sowie Burkhard Reile und Jörg Palese als Beisitzer.

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"Geben gibt."

Die Kampagne „Geben gibt.“ stellt die vielen Facetten des freiwilligen Engagements vor, um Menschen aller Generationen sowie Initiativen, Organisationen und Unternehmen für freiwilliges Engagement zu begeistern.

Über 23 Millionen Menschen engagieren sich für die Gesellschaft. Ganz gleich, ob jemand mit Zeit, Geld oder Ideen Unterstützung leistet ? Geben gibt. auch den Engagierten einen ganz persönlichen Mehrwert.
Initiatoren der Kampagne sind die großen gemeinnützigen Dachverbände sowie bundesweite Netzwerke und Initiativen, die sich zum "Bündnis für Engagement" zusammen geschlossen haben. Hauptförderer sind zu gleichen Teilen das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Zukunftsfonds der Generali Deutschland Holding AG.  www.geben-gibt.de

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Broschüre „Hör zu – schau hin“

Die Deutsche KinderSuchthilfe (DKS) hat eine Broschüre „Hör zu – schau hin“ für ihr gleichnamiges Schulprojekt herausgebracht, das sie in Zusammenarbeit mit der Profi-Fußballspielerin Shelley Thompson durchführt. Die Broschüre gehört zu einem Materialpaket, das Lehrer, Erzieher und Leiter von Jugendgruppen kostenlos bei der DKS bestellen können. In dem Heft erhalten Kinder und Jugendliche Anregungen, wie sie mit dem Suchtproblem ihrer Eltern selbst besser umgehen können und sie werden ermutigt, sich fachliche Hilfe zu holen. Auch zwei Rufnummern sind aufgeführt, die Kinder wählen können, wenn sie Hilfe brauchen.

Die Broschüren können auch einzeln bestellt werden. Bestellungen nimmt der Stiftungsbetreuer der DKS, Ralf Mauelshagen, entgegen: Tel: 02 02 / 620 03 – 47, E-Mail: stiftung@kindersuchthilfe.demaueslhagen@kindersuchthilfe.de

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Kinder aus suchtbelasteten Familien

Strategiekonferenz vom 22. bis 24. Januar 2010 

Jedes sechste Kind in Deutschland lebt in einer Suchtfamilie, das sind 2,65 Millionen betroffene Kinder. Von ihnen wird jedes dritte im Erwachsenenalter selbst abhängig. Damit sind diese Kinder die größte Suchtrisikogruppe.

NACOA Deutschland lädt ein, praktische Schritte für eine Welt zu entwickeln, in der Kinder suchtkranker Eltern die richtige Art von Unterstützung erhalten.
Zur Strategiekonferenz in Berlin-Kreuzberg ist eingeladen, wer beruflich oder aus persönlicher Betroffenheit mit der Thematik Kinder suchtkranker Eltern zu tun hat.

Weitere Informationen und Anmeldung bei: NACOA Deutschland – Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien e.V., c/o Birgit Hans, Zabel-Krüger-Damm 183, 13469 Berlin, Fax: 030/75 76 56 90 - E-Mail: anmeldung@nacoa.de

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Flatrate-Partys: Erstes Todesopfer
16-Jähriger Berliner gestorben - Keine neuen Gesetze

Berlin - Ein Berliner Schüler, der nach schwerem Alkoholmissbrauch einen Monat lang im Koma lag, ist in der Nacht zum Donnerstag im Krankenhaus gestorben. Der 16-Jährige war Ende Februar nach angeblich rund 50 Gläsern Tequila in einem Lokal mit 4,8 Promille zusammengebrochen und lag seitdem im Koma. Er sei an den Folgen des Kreislaufversagens gestorben, sagte eine Sprecherin der Berliner Charité. Wegen der ärztlichen Schweigepflicht seien weitere Angaben nicht möglich.

Nach Polizeiangaben soll die Todesursache durch eine Obduktion geklärt werden. Die Kriminalpolizei ermittelt zudem, ob andere Lokalbesucher oder der Wirt für den Tod des Schülers mitverantwortlich sind, weil sie ihn nicht vom Trinken abgehalten haben.

Null Promille:
Kommt schärferes Alkoholverbot für Fahranfänger?

 



 

 

 

 

 

Alkohol darf eigentlich erst an
16-Jährige verkauft werden.
(Foto: dpa)

"Bestimmungen streng umsetzen"
Bestimmungen im Jugendschutz- und Gaststättengesetz müssten streng umgesetzt werden, erklärte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD). Dem Gesetz nach dürfen in Deutschland Bier, Wein und Sekt nicht an unter 16-Jährige, so genannte branntweinhaltige Getränke nicht an unter 18-Jährige abgegeben werden.

15-Jährige mit 4,1 Promille
Allein in Berlin waren in den vergangenen Wochen mehrere Fälle von exzessivem Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen bekannt geworden. Zuletzt war am Wochenende ein 15-jähriges Mädchen bewusstlos mit 4,1 Promille in ein Krankenhaus gebracht worden. (fw/dpa)

Schärfere Gesetze abgelehnt
Der Fall des Jugendlichen hatte eine bundesweite Debatte um strengere Gesetze und Kontrollen ausgelöst. Vor allem so genannte Flatrate-Partys, bei denen Besucher zum Pauschalpreis trinken dürfen, so viel sie wollen, waren in die Kritik geraten. Die Bundesregierung hatte jedoch am Mittwoch erneut schärfere Gesetze gegen das Koma- Trinken abgelehnt.
Artikel vom 29. März 2007 - AOL

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Letzte Aktualisierung: 20.01.2012