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Blaues Kreuz in Deutschland
Ortsverein Roth e.V. |
Gruppenregeln„Dringlichkeiten haben Vorrang“ oder: Gruppenregeln sind hilfreich
Regeln sind da, um etwas zu regeln.
Am bekanntesten sind uns Regeln aus dem Straßenverkehr und
vom Sport.
Darüber hinaus gibt es vieles, was unser Leben reglementiert
und häufig empfinden wir dies als Einschränkung der persönlichen Freiheit. Man
denke hier nur an das Rauchverbot. Doch Regeln erleichtern auch vieles. Die Diskretionshinweise in Ämtern oder Apotheken z.B. bewahren uns vor Indiskretion.
Auch jede(r) Teilnehmer(in) einer unserer Selbsthilfegruppen
hat mindestens einmal, nämlich beim Erstbesuch, Bekanntschaft mit Regeln
gemacht.
Diese Gruppenregeln – wie könnte es anders sein – sollen die
Gruppenbesuche regeln. Sie tun aber noch viel mehr: Sie geben Sicherheit, erleichtern den Umgang miteinander und helfen, den anderen besser zu verstehen:
§ „Schweigepflicht":
§ „Ehrlichkeit“:
§ „Zuhören“:
§
„Mitverantwortlich handeln“:
§ „Es redet
immer nur einer“:
§ „Ich“ statt
„man“:
§
„Nicht
interpretieren“:
§ „Persönliche
Eindrücke deutlich machen“:
§ „Gefühle
beachten“:
§ „Fragen
begründen“:
Diese Gruppenregeln gibt es in vielerlei Formulierung, aber immer mit demselben Inhalt. Es soll deutlich gemacht werden, dass es sich nicht um bloße Reglementierungen handelt, sondern um Hilfsangebote.
So wurde z.B. für eine Regel kürzlich eine hilfreiche Umformulierung gefunden. Bisher hieß diese: „Störungen haben Vorrang“. Und mit dem Wort „Störungen“ war niemand so recht zufrieden. Die Änderung lautet folgendermaßen:
§ „Dringlichkeiten haben Vorrang“:
Diese Verhaltenshilfen fördern die Gemeinschaft und immer
wieder wird deutlich, wie wichtig das ist. Und dass die Gesprächskultur in unseren Selbsthilfegruppen als sehr niveauvoll bezeichnet werden kann, ist ein guter Nebeneffekt.
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| Letzte Aktualisierung: 11.Dezember 2011 | |