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Blaues Kreuz in Deutschland
   Ortsverein Roth e.V.

Aus dem Vereinsleben

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„Durchhänger“ möglich

 

Selten hat mich eine Karikatur so fasziniert wie diese!

 Zugegeben, es ist immer schwierig, wenn uns das Leben den Boden unter den Füßen wegzieht – doch das ist Realität!

 …Da fühlt sich jemand krank, hat Schmerzen: Zum Glück ermutigt ihn jemand, einen Arzt aufzusuchen, denn gerade noch rechtzeitig kann dadurch Schlimmeres verhindert und die nötige Behandlung begonnen werden. Von jetzt auf gleich ist er Patient. Doch er kann sich von Ärzten, Familie, Freunden getragen fühlen. Er weiß, die tun was für ihn.

 …Ein anderer lässt sich durch Druck, Anforderungen, Probleme in die Isolation drängen: Leistung muss erbracht werden!

Entspannung und Freude, soziale Kontakte oder sogar Hobbys: Für nichts ist mehr Platz im Leben. Obwohl die Kraft mehr und mehr schwindet, versucht er alles alleine zu schaffen.  

 Sich einfach mal hängen lassen, Andere mittragen lassen, Schwäche zeigen – darf ich das?

 Wenn ich mich in eine dieser Figuren hineinversetze, wie geht es mir dabei?

 Es ist hilfreich, das auszuprobieren und sich zu hinterfragen:

 Habe ich den Mut, mich „durchhängen“ zu lassen, wo ich es alleine nicht mehr schaffe?

Oder versuche ich Vermeidungsstrategien wie abbremsen, zu springen versuchen, zurückgehen und einen anderen Weg suchen?

Wenn alle drei Träger in unserem Bild mit vereinten Kräften den Balken über den Abgrund legen würden, dann…..

Das alles wäre auch möglich nach dem Motto Augen zu und durch, irgendwo kommt die nötige Kraft schon her.

 Doch ein „Durchhänger“ hat meist eine Vorgeschichte, wie die beiden o.g. Beispiele zeigen möchten.

 Vielleicht faszinieren mich diese Figuren auch deshalb so, weil ich erleben durfte, welch gute Erfahrung es ist, sich auch mal einfach nur festzuhalten und tragen zu lassen.

 Gerade in den kommenden trüben Monaten haben viele wieder unter depressiven Stimmungstiefs zu leiden, die sie sehr belasten.

Auch hier ist es wichtig - wie in Sucht, Beziehungsproblemen u.v.a. – nicht allein zu bleiben sondern Hilfe in Anspruch zu nehmen.

 Ich wünsche Ihnen/Euch offene Augen und die Bereitschaft zum Mittragen oder zum Durchhängen.

 Eine gesegnete Zeit wünscht,

Gerti Helmbrecht

im Namen der Vorstandschaft

 

Letzte Aktualisierung: 23. September 2011