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Wohngruppen und Nachsorge in Justizvollzugsanstalten

Wohngruppen "Suchtfrei leben"

Die Wohngruppen "Suchtfrei leben" sind ein offenes Angebot für aller erwachsenen männlichen Gefangenen des Landes Brandenburg. Ziel der Wohngruppen ist eine zufriedene Abstinenz bei einem straffreien Leben. Die Wohngruppen haben den Charakter einer Selbsthilfegruppe und werden durch Mitarbeiter des Blauen Kreuzes verantwortet und inhaltlich gestaltet. Durch Einzel- und Gruppengespräche soll eine Veränderung der Lebenshaltung der Gefangenen und eine adäquate Konfliktbewältigung erlernt werden.

Kriterien für die Aufnahme sind:

  • Freiwilligkeit des Gefangenen
  • Vorhandene Suchtproblematik
  • Dass die Straftat unter Suchtmitteleinfluss geschehen ist
  • oder die Straftat im Zusammenhang mit einem Suchtmittel stand

Die Wohngemeinschaften unterliegen den bestimmungen der JVA und haben eine spezielle Wohngruppenordnung. Die WGs bestehen aus 15 Haftplätzen, unterteilt in zwei Kleingruppen. Zum Pflichtprogramm gehört die Absolvierung des Grundkurses "Sucht". Der Grundkurs ist eine Informationsveranstaltung und beinhaltet die Themen Persönlichkeit, Sucht und Gruppenverhalten.

HAUPTAUFGABEN DER BEHANDLUNG

  • Lebenshilfe im Vollzug
  • Entwicklung zur Gruppenfähigkeit
  • Bewusstmachen süchtigen Verhaltens
  • Erlernen eines suchtmittelfreien Lebensstils
  • Persönlichkeitsbildung und -Entwicklung
  • Hilfe zur Selbsthilfe
  • Entwicklung von Eigenverantwortlichkeit und Kritigfähigkeit
  • Langfristige Entlassungsvorbereitungen

NACHSORGE FÜR WG-MITGLIEDER

  • Verfestigung der in der Wohngruppe erlernten Fähigkeiten
  • Hilfe beim Aufbau neuer sozialer Kontakte
  • Hilfe und Unterstützung bei der Arbeitssuche und/oder Ausbildung
  • Unterstützung bei der Wohnungssuche

WARUM IST NACHSORGE WICHTIG?

Nachsorge ist heute ein zentrales und unverzichtbares Element der Vollzugsgestaltung. Eine fehlende Betreuung lässt Strafentlassene nicht selten in ein sogenanntes "Entlassloch" fallen. Das Blaue Kreuz in Deutschland hat sich im Rahmen des Ecor-Projektes (ECOR = European Communities of Restoration) mit auf den Weg gemacht und ein Modell der Gestaltung der Nachsorge entwickelt. Ein wichtiges Grundelement hierbei ist, dass die Betreuung der Männer nach der Haftzeit übergangslos weitergeht. In der Regel sind die Lebensläufe der Männer gekennzeichnet durch häufige Beziehungsbrüche. Daraus ergeben sich multiple Schwierigkeiten in den verschiedenen Lebensbereichen. Um diesen Schwierigkeiten entgegenwirken zu können, sehen wir es als große Chance an, dass wir die Möglichkeit bieten können, im gleichen Rahmen und unter dem gleichen Träger die Nachsorge anbieten zu können. Das Vertrauen, das in der Zeit in den Wohngruppen "Suchtfrei leben" aufgebaut wurde, wird ohne Unterbrechung weitergepflegt.

Film-Clip zum Wohnprojekt Suchtfrei leben

Ansprechpartner

Jörg Gritzka

Telefon: 0162/9324429

E-Mail-Kontakt

Judith Aillaud

Telefon: 0174/6997139

E-Mail-Kontakt

Linda Thießen

Telefon: 0176/56950076

E-Mail-Kontakt

Spendenkonto

Bitte unterstützen Sie das justiznahe Projekt mit finanziellen Zuwendungen. 

Kontoverbindung:

Blaues Kreuz in Deutschland e. V.

KD-Bank Dortmund
IBAN: DE82 3506 0190 1010 3930 15
BIC: GENODED1DKD
Spendenzweck: 80132 JVA WG Suchtfrei Leben

Downloads und Infomaterial

Flyer "Suchthilfe im Gefängnis"

Wohngruppen und Nachsorge in Justizvollzugsanstalten

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Sucht- und Gewaltprävention

für suchtgefährdete Jugendliche und männliche Straftäter

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