KI-Assistenzsysteme und digitale Anwendungen in der sozialpädagogischen Arbeit
Das Pilotprojekt in Nordrhein-Westfalen „Netzwerk der Möglichkeiten – Digitale Welten schaffen“ erprobt, wie Künstliche Intelligenz (KI) und digitale Tools in der alltäglichen sozialpädagogischen Arbeit des Blauen Kreuzes integriert werden können. Ziel ist es, die digitale Teilhabe von Mitarbeitenden und Klient:innen gleichermaßen zu stärken und den sicheren sowie sinnvollen Einsatz digitaler Technologien im Alltag zu fördern.
Das Projekt richtet sich an Fachkräfte im sozialpädagogischen und betreuenden Bereich, die ihre digitalen Kompetenzen erweitern und KI-Tools in ihre Arbeit integrieren möchten. Gleichzeitig profitieren Klient:innen mit unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen: Menschen mit Suchterkrankungen in ambulanter oder stationärer Betreuung, Selbsthilfegruppen – auch in Online- oder Hybridformaten – sowie Angehörige von Betroffenen.
Für die Klient:innen steht besonders die Vermittlung grundlegender digitaler Kompetenzen im Vordergrund. Sie lernen, digitale Werkzeuge selbstbestimmt zu nutzen – sei es für Behördenwege, den Alltag oder digitale Hilfsangebote – und stärken dadurch ihre Selbstwirksamkeit und gesellschaftliche Teilhabe nachhaltig.
Ziele des Projekts
Mitarbeitende erhalten praxisnahe Schulungen im Umgang mit digitalen Tools und KI-Assistenzsystemen. Durch begleitende Informations- und Lernmaterialien findet eine Wissenvermittlung auch darüber hinaus statt.
Diese unterstützen und entlasten Mitarbeitende im Arbeitsalltag.
Ein zentraler Aspekt ist hierbei die Entwicklung eines sogenannten (digitalen) -Führerscheins, der Grundlagenwissen vermittelt und die selbstbestimmte Nutzung öffentlicher KI-Anwendungen ermöglicht. Durch die digitale Teilhabe soll die Selbstwirksamkeit und Medienkompetenz der Klient:innen gefördert werden. Das vorrangige Ziel besteht in der Befähigung zur souveränen, autonomen Nutzung digitaler Technologien.
Geplante Maßnahmen
Die Standorte werden mit einer sicheren digitalen Infrastruktur und zuverlässiger Internetanbindung u. a. durch Access Points ausgestattet. Zudem werden Firewalls installiert, um Netzsicherheit und Datenschutzkonformität zu gewährleisten.
Dieser Technikpool wird gegebenenfalls auch mit gebrauchten, bereits vorhandenen Geräten aufgebaut, der flexibel zwischen den Standorten eingesetzt werden kann und den Zugang zu Schulungen und digitalen Angeboten auch bei wechselnden Bedarfen sicherstellt.
Für Mitarbeitende und Klient:innen werden praxisnahe Trainings entwickelt, die Einzelschulungen, Gruppenkurse, offene Lernangebote sowie leicht verständliche Materialien (Arbeitsblätter, Videos, Handouts) umfassen.
Wir danken den Standorten in Wuppertal, Solingen, Hagen, Märkischer Kreis und Kreis Lippe für die Teilnahme als Pilotstandorte.
Gefördert durch: