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Landesverband

Niedersachsen

Das Blaue Kreuz in Niedersachsen hat eine neue Landesvorsitzende!

Sabine Göllnitz-Möbius ist die neue Vorsitzende des Landesverbandes Niedersachsen im Blauen Kreuz. Sie ist 55 Jahre alt, verheiratet, hat eine erwachsene Tochter – in einem kleinen Interview stellt sie sich kurz vor und spricht über das, was sie sich vorgenommen hat.

Herzlichen Glückwunsch zur Wahl zur Landesvorsitzenden des Blauen Kreuzes in Niedersachsen – was bedeutet das für Dich persönlich?
Es ist eine große Ehre für mich und ich bin sehr dankbar für das große Vertrauen, das mir entgegengebracht wird.

Liebe Sabine, zunächst möchten wir Dich ein wenig besser kennenlernen:

Wenn du eine berühmte Persönlichkeit – ganz gleich ob lebendig oder tot – treffen dürftest: Wer wäre es und warum?
Ich würde mich gerne mit Jesus unterhalten. Ich finde es beeindruckend, wie er mit den Menschen umgeht und all dem was sie ausmacht.

Wenn du ein Lebensmittel wärst: Welches wäre es?
Schokolade.

Wie oft schaust du am Tag auf dein Handy?
Viel zu oft.

Welchen Beruf haben sich deine Eltern für dich vorgestellt?
Das weiß ich gar nicht. Solange ich denken kann, wollte ich Lehrerin werden und meine Mutter hat nie etwas anderes vorgeschlagen. Hauptsache etwas Akademisches …

Wofür würdest du mitten in der Nacht aufstehen?
Wenn einer meiner Liebsten Hilfe braucht.

Kannst du beim Nichtstun nichts tun?
Das fällt mir sehr sehr schwer, auch beim Nichtstun macht zumindest mein Kopf immer irgendetwas. Ich kann das eigentlich nur, wenn ich am Meer sitze.

Wenn alle Tiere reden könnten, welches Tier, denkst Du, wäre am nervigsten?
Fliegen, weil die immer da sind – und alles mitbekommen.

Was erstaunt dich am meisten bei den Menschen?
Wie unterschiedlich und einzigartig sie sind. Ich bin neugierig auf die Menschen. Ich möchte wissen, warum sie so geworden sind, wie sie sind.

Was möchtest du, dass die Menschen in einigen Lebenslektionen lernen?
Jede Lektion/Krise birgt ein großes Potential um sich besser kennenzulernen. Und Fähigkeiten in sich zu entdecken, die noch in ihm/ihr schlummern.

Welche Ziele hast Du Dir als Landesvorsitzende für Deine Amtszeit gesetzt und was wird sich für die Blaukreuzfamilie in Niedersachsen ändern?
Ich wünsche mir eine bessere Vernetzung der Gruppen, wie es sie regional ja auch schon gibt. Dass wir voneinander profitieren und uns gegenseitig stärken. Wir werden auch Projekte aus »Sucht-Selbsthilfe geht neue Wege« kennenlernen mit neuen Ideen für ein neues Selbstverständnis der Selbsthilfegruppen .
Da ich seit 2006 in den Seminaren unterwegs bin, liegt mir die Seminararbeit besonders am Herzen. Wir haben wunderbare Seminarangebote, die noch mehr in Anspruch genommen werden könnten und somit auch ganz wertvolle neue Impulse in unsere Gruppen bringen können.

Inwieweit sind für Dich digitale Kommunikationswege im Blauen Kreuz von Bedeutung?
Ich denke, dass uns Corona gezeigt hat, dass wir auch andere Kommunikationswege nutzen können. Wir haben gute Erfahrungen mit dem BlueMeeting gemacht. Sicherlich ersetzen diese auf Dauer nicht den persönlichen Kontakt und Austausch, aber sie sind eine sehr sinnvolle Ergänzung. Gerade bei großen Entfernungen sind so zwischendurch kurzfristig digitale Treffen möglich, die zielführender sind, als viele Telefonate hin und her …
Regional haben etliche Betroffene auf diese Weise zum Blauen Kreuz gefunden. Vor allem jüngere Menschen werden durch digitale Kommunikation angesprochen.

Einige Blaukreuz-Gruppen im Lande haben Nachwuchssorgen.
Wie können zunehmend auch jüngere Menschen für die Mitarbeit im Blauen Kreuz begeistert werden?
Spezielle Angebote für jüngere Menschen haben wir in den Gruppen meist nicht, hier hoffe ich auf die Impulse aus dem Projekt »Sucht-Selbsthilfe geht neue Wege«. Das allein wird das Problem aber nicht lösen, denn neue Besucher in den Gruppen heißt noch nicht, dass dadurch auch Mitarbeiter gefunden werden. Diese Frage wird uns in der nächsten Zeit weiter begleiten und sicher intensiv beschäftigen.

Wie wirst Du Dich den aktuellen Herausforderungen (z. B. Corona-Pandemie etc.) stellen?
In meinem Job habe ich gelernt, lösungsorientiert zu denken und das scheint mir auch im Blauen Kreuz ein guter Weg zu sein. Auch in der Pandemie sehe ich nicht vordergründig das Problem – wir dürfen uns z. B. dem andern nicht wie gewohnt nähern und in den Arm nehmen, das fördert  jedoch unsere Achtsamkeit und das dürfen wir in dieser Zeit üben.

›Blick in die Glaskugel‹ – wie wird das Blaue Kreuz in Niedersachsen in 5 Jahren aufgestellt sein?
Innovativ, offen, Gemeinschaft.

Abschließend eine persönliche Frage – was hat Dich einst zum Blauen Kreuz geführt?
Ich habe am 21.05.1999 als Betroffene den Weg zum Blauen Kreuz gefunden, als ich selber nicht mehr weiterwusste. Dort habe ich Rückhalt erfahren auf meinem Weg aus der Sucht und habe mit Gottes Hilfe gelernt, befreit zu leben.

Kleines Wortspiel zum Abschluss – bitte ergänze die folgenden Sätze:

Das Blaue Kreuz bedeutet für mich …Familie und es ist eine ganz besondere Lebenseinstellung. Wir begegnen uns dort mit einer gegenseitigen Wertschätzung und Offenheit, was in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich ist und viele Menschen, die das als Gäste erleben, immer wieder in Staunen versetzt.

Suchtkrankenhilfe ist … mehr als ein Job. Und ich freue mich, dass bei uns der Mensch im Mittelpunkt steht, den wir dabei unterstützen dürfen, befreit leben zu lernen – das ist doch so viel mehr als mit Tipps oder Druck das Suchtmittel wegzulassen.

Die Selbsthilfegruppen in Niedersachsen sind … wichtig.

Die Zukunft des Blauen Kreuzes …ist ein Projekt, das wir alle gemeinsam gestalten können.

Herzlichen Dank, für das Interview.

Ich wünsche dir Gottes reichen Segen für dieses Ehrenamt und freue mich, dies an deiner Seite mit den anderen Mitgliedern aus dem Vorstand tun zu dürfen.

Ingeborg Jockenhöfer

Anders, aber machbar ...

Covid19 hat vieles verändert

Inzwischen können sich unsere Gruppen jetzt wieder unter bestimmten Auflagen treffen. Es gibt strenge Hygiene-Vorschriften, die unbedingt eingehalten werden müssen, um eine erneute Verbreitung des Covid 19 Virus´ zu verhindern. Die Corona-Pandemie wird uns also noch weiterhin beschäftigen:

• Versammlungen, Seminare und Workshops werden verschoben bzw. finden nur unter bestimmten Auflagen statt.

• BKD-Bundestreffen in Puschendorf  2021 Infos hier: Unser Bundestreffen 2021

Aktuelle Informationen sollten telefonisch oder per E-Mail bei den jeweiligen Gruppen vor Ort erfragt werden. Alternativ steht das Service-Telefon: 0202-62003-45 in der Bundeszentrale zur Verfügung.

Infos vom Bundesverband zur aktuellen Lage

 


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Endlich wieder Gruppenstunden!

Blaues Kreuz Wolfsburg öffnet seine Türen für Gruppentreffen

Endlich war es wieder soweit: Das Blaue Kreuz Wolfsburg öffnete am 16.06.2020 seine vereinseigenen Räumlichkeiten wieder für gemeinsame Gruppenstunden. Zwar zunächst nur unter strengen Auflagen, wie vorgeschriebener Handdesinfektion, Hinterlassen der Kontaktdaten, Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und natürlich gehörigem Abstand zwischen den Teilnehmern, aber zumindest konnte es in kleinerem Rahmen losgehen.

Nach knapp drei Monaten fand endlich wieder der regelmässige Austausch zwischen den Gruppenmitgliedern statt. Insbesondere das persönliche Erleben der Krisenzeit stand diesmal im Mittelpunkt der Gespräche. »Es ist eben etwas komplett anderes, mit Menschen, die einem doch sehr gefehlt haben, wieder im persönlichen Austausch zu stehen, statt nur den Kontakt elektronisch zu halten.« so Siegfried Neumann, Vorsitzender des Wolfsburger Ortsvereins.

Trotzdem haben sich in der Krisenzeit die digitalen Medien sehr bewährt. Die Mitglieder der ältesten Wolfsburger Selbsthilfegruppe hielten über mehrere WhatsApp-Gruppen und E-Mail-Verteiler ständig Kontakt, sodass auf Krisensituationen immer zeitnah reagiert werden konnte.

Der »Neuanfang« ist somit gemacht. Das Blaue Kreuz Wolfsburg führt die Gruppenstunden jetzt wieder regelmäßig am Dienstag und am Mittwoch um 19.30 Uhr durch. Aufgrund der vorgegebenen beschränkten Teilnehmerzahl wird aktuell allerdings um Voranmeldung gebeten. Interessierte, Betroffene und Angehörige sind herzlich eingeladen.
(Andreas Kempfert)



Ausgezeichnete Arbeit!

Blu:prevent – Interaktive Suchtprävention

Blu:prevent war Anfang Dezember 2019 auf der TechTide in Hannover vertreten. Die TechTide ist die Innovationskonferenz des Ministeriums für Wirtschaft und Digitales in Niedersachsen. Benjamin Becker stellte bei dieser Konferenz das Sucht-Präventionsprojekt Blu:prevent für Jugendliche und junge Erwachsene vor. Von Staatssekretär Stefan Muhle erhielt er stellvertretend für das gesamte Blu:prevent-Team, gemeinsam mit anderen Akteuren, die Auszeichnung »Best Practice digitale soziale Projekte«.

Das Projekt Blu:prevent vom Blauen Kreuz setzt insbesondere auf digitale Medien und bietet mit der »Blu:App« sowie zahlreichen Online-Modulen innovative Suchtprävention. Da lohnt es sich, reinzuschauen:

bluprevent.de (Suchtprävention)

vollfrei.de (Interaktives für U30er)

Auch der Vorläufer »alk24« ist nicht ganz von der Bildfläche verschwunden – weiterhin zu sehen auf Facebook. Einfach mal reinklicken:

https://www.facebook.com/alk24net/

(IAB)

 

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