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Impulsblatt füreinander

füreinander August/Sept 2021

Gescheit durch Scheitern

Was ich beim Hinfallen gelernt habe

„Was der Chris sich vornimmt, das gelingt auch“, sagte mal vor vielen Jahren jemand zu mir. Und das passte damals ganz gut zu meinem Selbstbild. Natürlich liefen bei mir auch mal Sachen schief, aber die großen Ziele klappten ziemlich gut. Ich konnte noch nie gut verlieren und so versuchte ich immer zu gewinnen. Doch dann kam die Phase meines größten Verlustes. Meine Frau zog aus und erklärte die Ehe für gescheitert. Ich war fassungslos. Trennung oder Scheidung, das war in meiner Welt als frommer Jugendreferent gar keine Option. Ja, es war schon länger schwierig gewesen und klar gab es Punkte, an denen ich mich ändern musste, aber eine gescheiterte Ehe? – das passte nicht zu mir. „Geschieden“ waren für mich nur Verlierer.

Da saß ich nun weinend vor den Scherben meines Lebens. Und Gott? Ich zweifelte nicht an seiner Existenz, sondern an seiner Macht. Hätte er das nicht verhindern können? Hätte er uns nicht warnen können? Hätte er … Als meine ersten Tränen getrocknet waren, merkte ich erstaunt: Das sind nicht die Scherben meines Lebens. Das sind die Scherben von verschiedenen Bildern, die zerstört wurden: Mein Selbstbild des Gewinner-Typs. Das Bild meiner Frau, als die, die ewig bei mir sein wird. Das Bild eines Gottes, der alles so macht, wie ich es will. Das Bild, dass man Menschen voll vertrauen kann.

Heute weiß ich, dass nicht ich oder mein Glaube zerbrachen. Sondern es waren die vielen Vorstellungen, wie ich oder andere sein sollten. Und in all diesem Schmerz, hinter all diesen Bildern traf ich auf einmal den echten Chris. Ich fand mehr über mich heraus und konnte Schwäche zulassen. Und ich entdeckte neue Seiten von Gott. Einem Gott, der im Schmerz und Verlust tröstete, wie ich es nie vorher erlebt hatte. Einem Gott, der ja selbst Ablehnung und Scheitern in Jesus durchlitten hatte. Einen Gott, der mir in der Stille deutlich zuflüsterte: „Ich war in deinen dunkelsten Stunden dabei und habe mit dir geweint“. Das habe ich rückblickend aus meiner Krise mitgenommen:

[...]

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Die "füreinander" ist das Impulsblatt des Blauen Kreuzes und erscheint alle zwei Monate mit einer Auflage von 7.200 Exemplaren. Die füreinander behandelt Suchtthemen, legt aber auch großen Wert auf die Vermittlung christlicher Inhalte und wird gerne als Anregung für die Gruppenarbeit genutzt.

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