Der Ortsverein Freiburg des Blauen Kreuzes in Deutschland e. V. ist eine Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft für Suchtkranke und Angehörige. Wir wurden als Mäßigkeits- und Abstinenzverein im Jahre 1886 von einem ev. Pfarrer gegründet. Das Blaue Kreuz ist bundesweit mit über 1000 Selbsthilfegruppen einer der großen Suchthilfeverbände im Bereich des diakonischen Werkes und der ev. Kirche. Erhebungen zeigen, dass bis zu drei Viertel der Suchtkranken, die regelmäßig eine Selbsthilfegruppe besuchen, dauerhaft abstinent leben.

Weitere Ziele unseres Ortsvereines, des Landes- und des Bundesverbandes sind:

  • Der Glaube an Gott, Jesus Christus,
  • die Förderung einer alkohol- und drogenfreien Freizeitgestaltung und
  • die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für einen problembewussten Umgang mit Suchtmittel.

Was ist Selbsthilfe?

Selbsthilfe geschieht durch persönliche Begegnung und das persönliche Gespräch. In unsere Gruppen kommen suchtkranke Menschen und ihre Angehörigen. Jeder spricht offen

  • über sich,
  • über Erfahrungen,
  • über Erfolge,
  • über Sorgen und Probleme.

Sie erfahren so von- und miteinander, wie der Weg aus der Sucht gelingen kann und wie suchtbelastete Familien wieder ins Gleichgewicht kommen. Ziel ist es wieder ein zufriedenes Leben zu führen, in der Partnerschaft, in der Familie im Beruf, mit Freunden – ohne Suchtmittel. Angehörige werden entlastet, ihnen werden Möglichkeiten aufgezeigt, für sich selbst zu sorgen und sich zu schützen.

Woran erkenne ich, ob mein Partner suchtkrank ist?

Nicht jeder, der zu viel trinkt, ist alkoholkrank!
Allgemein gilt: Je häufiger und je mehr getrunken wird, umso größer ist die Gefahr, alkoholabhängig  zu werden.

Zeichen für eine Gefährdung

Zeichen für eine Gefährdung können sein:

  • Undisziplinierter Alkoholgenuss bei Geselligkeit und an Wochenenden.
  • Krisen werden mit Alkohol bewältigt
  • Der Alkoholkonsum steigt langsam, aber stetig an
  • Umstieg von weichen auf harte Suchtmittel (z. B. Schnaps).  

Sichere Zeichen für eine Abhängigkeit sind:
  • Kontrollverlust: Der Alkoholkranke ist nicht mehr in der Lage, mäßig zu trinken.
  • Wenn er trinkt, dann meistens bis zur Volltrunkenheit  

Abstinenzunfähigkeit:
  • Der Alkoholkranke kann keinen Tag ohne Alkohol überstehen. Er braucht seinen Pegel. Nur unter Alkohol kann er seinen Alltag bewältigen. Wenn der Pegel unter sein notwendiges Maß fällt, kommt es zu Entzugserscheinungen (zum Beispiel zittern).  

Wie können Angehörige helfen?
  • Schützen Sie Ihren Partner nicht vor den Folgen seines Handelns, vertuschen Sie sein Suchtproblem nicht!
  • Machen Sie sich Ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse klar und setzen Sie Ihre Kräfte dafür ein!
  • Sprechen Sie mit Menschen Ihres Vertrauens und besuchen Sie eine Selbsthilfe-Gruppe (für Alkoholkranke); jede Gruppe ist auch für Angehörige geöffnet. Dort finden Sie Menschen, die gemeinsam vertrauensvoll nach vorn schauen und sich gegenseitig auf ihrem Weg in ein zufriedenes Leben unterstützen.  

Was ist das Besondere im Blauen Kreuz?

Das Besondere ist die Weg-Gefährten-Schaft.

  • Wir kennen einander
  • bleiben nicht anonym und
  • können den anderen daher, sofern er es will, ein Stück auf seinem Weg begleiten.  

Was ist die Gruppe?

Wir treffen uns regelmäßig in geeigneten Räumen. In der Gruppe selbst, versuchen wir den Mitgliedern durch

  • menschliche Wärme,
  • Anteilnahme und
  • das Verstehen des anderen

wieder ein Stück Geborgenheit und damit Mut für einen Neuanfang zu geben.

  • Akzeptanz,
  • Vertrauen,
  • Verstehen und
  • Informationen

stehen bei uns ganz oben. Die Gruppe kann helfen, Isolation und Probleme zu bewältigen und neue Lebensperspektiven zu entwickeln.

Was bietet der Blaues Kreuz in Deutschland e. V.?
  • Regelmäßiges Gruppentreffen,
  • Ansprechpartner in allen Situationen,
  • Heranführen an ein suchtmittelfreies Leben durch geselliges Beisammensein,
  • Ausflüge, Kegeln, Seminare, Freizeiten und sonstige Veranstaltungen 
  • Gottesdienste.
  • Angehörigen von Suchtkranken bieten wir einen Platz zum Auftanken.  

Was ist die Voraussetzung?

Der Wunsch, mit dem Suchtverhalten aufzuhören.

Was ist das Ziel?

Unser Ziel ist es, unsere Gruppenmitglieder zu einem suchtmittelfreien-abstinenten Leben hinzuführen,

  • um dann wieder frei, bestimmt und unabhängig zu leben.
  • Angehörige stärken.

 

Freiheit beginnt, wo Sucht endet!

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