Blaues Kreuz Intern
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Landesverband

Baden-Württemberg

Aus aktuellem Anlass

Liebe Gruppenbesucherinnen, liebe Gruppenbesucher, Mitglieder und Freunde,
wir erleben eine schwierige Zeit, in der gerade unsere Basisarbeit  in der Selbsthilfe in den Gruppen enorm beeinträchtigt ist. Die Menschen sind beunruhigt, die Kontakte verringert oder verlangsamt. Viele Fragen stehen im Raum. Auch an uns geht die Corona-Pandemie nicht spurlos vorbei. Um die weitere Verbreitung des Covid19 Virus einzugrenzen, sind beim Blauen Kreuz in Deutschland vorerst alle Veranstaltungen abgesagt bzw. verschoben worden. Dazu gehören

  • Gruppentreffen vor Ort
  • Tagungen, Seminare und Workshops
  • BKD-Bundestreffen in Puschendorf  (verschoben auf 2021)
  • sowie weitere regionale Veranstaltungen und Foren

Aktuelle Informationen zu alternativen Gruppengesprächen per Videochat oder WhatsApp-Gruppe können telefonisch oder per E-Mail bei den jeweiligen Gruppen vor Ort erfragt werden. 
Um auf möglichst viele Fragen zur Corona-Pandemie Antwort geben zu können, hat die Bundeszentrale einen FAQ-Bereich zur aktuellen Lage erstellt, der stets aktualisiert wird: www.blaues-kreuz.de/faq-corona 

Bleiben Sie gesund!

Willkommen

Das Blaues Kreuz versteht sich als eine Familie, die Suchtkranken und ihren Angehörigen HEIMAT, HILFE und HEIL vermitteln möchte.

Nach wie vor erleben sich Suchtkranke und ihre Angehörigen in unserer Gesellschaft als wenig verstandene Außenseiter. Unter HEIMAT verstehen wir einen Ort, wo Angenommensein und Verständnis erfahren wird.

Nach wie vor verhindert mangelndes Wissen und unsach- gemäßes Verhalten oft die Lösung von Suchtproblemen. Unter HILFE verstehen wir ein fachliches Handeln, das sich an den zeitgemäßen Erkenntnissen der Suchtkrankenhilfe orientiert.

Nach wie vor übersieht die moderne Suchtkrankenhilfe weithin, dass sich hinter einer Sucht die unbefriedigte Sehnsucht nach dem lebendigen Gott verbirgt. Unter HEIL verstehen wir die Erfahrung der Liebe Gottes, die er uns in Jesus Christus zuspricht.

Hintergrund

Das Blaue Kreuz wurde nicht von Betroffenen gegründet, sondern von engagierten Christen, die sich gesagt haben: uns geht das Elend von Anderen etwas an. Wir schauen nicht weg, wir schauen hin. Die Arbeit im Blauen Kreuz ist keine Randgruppengeschichte, sondern eine Geschichte der Mitmenschlichkeit und der gemeinsamen Verantwortung füreinander. Das Thema Alkohol wurde von Anfang an als Öffentlichkeitsthema behandelt.

BK-Suchtkrankenhilfe erfordert ein Ganzheitliches Menschenbild

  • Körperliche Seite: hier Information und Zusammenarbeit mit Ärzten
  • Psychische Seite: hier Informationen und Zusammenarbeit mit Psychologen und Therapeuten. Wesentlicher Zweig der Arbeit in den Rehas = Fachkliniken
  • Geistliche Seite: hier Information und Zusammenarbeit mit Geistlichen und praktizierenden Christen.

Gerade die Betonung der geistlichen Seite macht das Blaue Kreuz aus und geht über die übliche Selbsthilfe in der Suchtkrankenhilfe hinaus. Es ist der "Stallgeruch" des Blauen Kreuzes. Wir nehmen hier auch die spirituelle Ebene eines Menschen wahr und sehen in der Thematisierung dieser Ebene einen wichtigen Baustein für eine neuen Lebensperspektive jenseits des Suchtmittelgebrauchs.

Die Arbeit im Blauen Kreuz geschieht in Selbsthilfegruppen. Der Wert dieser Gruppen besteht in folgenden Elementen:

  • Menschen mit gleichen Problemen berichten über sich
  • Es gibt keine Vorhaltungen und Vorwürfe
  • Die Gruppe ist wie eine neue Familie
  • Wir-Gefühl entsteht
  • Konflikte werden ausgetragen
  • In der Gruppe kann ich sein wie ich bin
  • Abstinent lebende Suchtkranke berichten über ihren Weg in die Freiheit.
  • Ich lerne Reden oder Schweigen
  • Ich lerne Nähe oder Distanz
  • Ich lerne mit anderen suchtmittelfrei zu leben
  • Ich entdecke neue Fähigkeiten
  • Ich kann Gott und einen neuen Lebenssinn finden

Als Blaukreuzler geben wir nie einen Menschen auf. Bei aller menschlichen Begrenzung rechnen wir immer auch mit den Möglichkeiten Gottes.

Wir haben wertvolle Ressourcen, die es sonst in der Suchtkrankenhilfe nicht gibt:

  • Dass wir mit einem betroffenen Suchtkranken und seinen betroffenen Angehörigen beten können.
  • Wir können von einer realistischen Hoffnung reden, die in Gottes Handeln begründet ist.
  • Wir können von der Liebe Gottes zu kaputten Menschen erzählen - du bist geliebt.

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