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Geschichte

Geschichte

Alkoholmissbrauch und Alkoholabhängigkeit waren und sind mit Abstand das Suchtproblem Nummer 1 in der Gesellschaft. Diese große Not vor Augen gründete der Schweizer Pfarrer Louis-Lucien Rochat am 21. September 1877 in Genf das Blaue Kreuz. Dazu war er bei einem Aufenthalt in England angeregt worden. Dort hatte er ehemalige Alkoholabhängige kennengelernt, die mit Gottes Hilfe von ihrer Sucht freigeworden waren und die sich verpflichtet hatten, keinen Alkohol mehr zu trinken.Bei der Gründungsversammlung wurde den Anwesenden eine Unterschriftsliste vorgelegt. Darauf verpflichteten sich 28 Personen, selbst keinen Alkohol zu trinken und den Missbrauch bei anderen zu bekämpfen. Die Anfänge waren mühsam. Nach einigen Jahren aber breitete das Blaue Kreuz sich sehr schnell aus und kam auf dem Weg über die deutsche Schweiz auch nach Deutschland.1885 entstand nach vorhergegangener Reise- und Vortragstätigkeit des Schweizer Pfarrers Arnold Bovet aus Bern der erste Blaukreuzverein auf deutschem Gebiet.

1900 kam es zur Gründung des Vereins in Eiserfeld:
Auszug aus der Chronik, die anlässlich des 100. Jahresfestes entstand:

1. Juni 1900
Gründung des Blaukreuzvereins Eiserfeld durch Wilhelm Gaumann, 1. Vorsitzender, Heinrich Weiss und WilhelmKreutz sowie fünf weitere Brüdern; die Zusammenkünfte finden im Haus Gaumann in der Lindenstraße statt.

16. März 1901
Aufnahme des Ortsvereins Eiserfeld in den Deutschen Hauptverein des Blauen Kreuzes; Umzug aus der Lindenstraße 53 in das Haus Kreutz Freiengründer Straße 60. Zum Vorsitzenden wird Wilhelm Kreutz gewählt.

1913
Aufgrund der beengten Raumsituation reift der Entschluss, ein eigenes Grundstück zu erwerben und ein Haus zu bauen. Karl Heinrich sen. entscheidet sich dann jedoch, ein Haus selbst zu bauen und dieses an das Blaue Kreuz zu vermieten. Die Miete beträgt 42 Mark monatlich.

1914
Mitgliederstand: 115. Der Erste Weltkrieg beginnt und bringt große Sorgen und Nöte im Verein, in der Verkündigung des Wortes und auch finanziell. Aufgrund der finanziellen Ausfälle wird die Saalmiete für 2 Jahre erlassen. In denKriegsjahren finden an jedem Abend Stunden statt. Insbesondere wird täglich für die eingezogenen Brüder gebetet; jede Woche kommen 200 "Rettungen" in die Feldpost. Zehn Blaukreuzler sterben im Krieg.

1926/1927
Erneut werden Überlegungen zum Bau eines eigenen Hauses laut; zu Ostern ist der gemietete Saal überfüllt; ca. 40 Personen müssen draußen stehen. Es wird das Grundstück "Im Kampen", dem heutigen Standort, gekauft. Die Gesamtkosten des Baus betragen 15.000 Mark. Das neue Haus wird über Spenden, Eigenleistungen, Zuschüsse und eine Bausteinaktion finanziert.

1933
Wilhelm Kreutz gibt aus gesundheitlichen Gründen das Amt des ersten Vorsitzenden auf. Zu seinem Nachfolger wird Karl Kreutz gewählt, der dieses Amt bis 1949 innehat. Aufgrund des politischen Machtwechsels erfolgt auf Beschluss der Mitglieder die Übertragung des Blaukreuz-Hauses auf den Hauptverein, damit es nicht dem nationalsozialistischen "Volksgut" zugeführt werden kann. Die Blaukreuzarbeit wird bis zum Jahr 1945 in einem eingeschränkten Rahmen weiter getan.

1948/1949
Die erste Bundeskonferenz nach dem Krieg wird in Eiserfeld durchgeführt. Das Thema der Bundeskonferenz: "Jesus Christus - gestern, heute und in Ewigkeit!" Neuanfang der Kinder- und Jugendarbeit, die von Hermann Hering und Schwester Maria geleitet wird. Es ergeben sich Verbindungen zu den Nachbarvereinen; Freizeiten finden statt in Eiserfeld, Geisweid, Lüdenscheid, Evingsen und Fischelbach. Zu den Jugendstunden treffen sich 35 - 40 Jugendliche. Der gemischte Chor und eine Musikgruppe nehmen unter der Leitung von Otto Reinschmidt ihren Dienst wieder auf. 1949 übernimmt Ernst Kreutz das Amt des ersten Vorsitzenden.

1960
Ernst Kreutz steht aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als erster Vorsitzender zu Verfügung. Erich Amos übernimmt. Zweiter Vorsitzender wird Wilhelm Kreutz, Schriftführer Hermann Hering und Kassierer Rudolf Schmeck.

1968
Die Mitgliederversammlung beschließt die Errichtung eines zweigeschossigen Erweiterungsbaus. Verantwortlich für die Kinder- und Jugendarbeit sind Heinz Hering, Helmut Hering, Karl Ludwig und Klaus-Jürgen Schütz.

1970/1971
Die gesamten Roh- und Ausbauarbeiten des Erweiterungsbaus erfolgen zum größten Teil in Eigenleistung. An den Wochenenden stehen immer 15- 18 Männer zum Arbeitseinsatz zur Verfügung. Auf Beschluss des Vorstandes werden die Mitglieder durch einen "Blauen Brief" (heute "Blauer Bote") über Veranstaltungen und Ereignisse im Verein unterrichtet. Die Eheleute Hans und Renate Wischki übernehmen die Hausmeistertätigkeit. 1971 wird der Erweiterungs-anbau feierlich seiner Bestimmung übergeben.

1973
Der Gedanke zum Erwerb eines eigenen Freizeitheimes - vorrangig für unsere eigenen Kinder- und Jugendarbeit - wird geboren. Es wird ein altes Bauernhaus mit Freiflächen in Bernshausen erworben. Zu der Durchführung des Erwerbs findet am 4. April die Gründungsversammlung für den eigenständigen Verein "Blaues Kreuz Eiserfeld e.V." statt, dessen Vorstand mit dem des Ortsvereins identisch ist. Die Einweihung findet am 15. Dezember statt. Das Freizeitheim erhält den Namen "Haus Lebensquell".

1974 bis 1976
Dem Ortsverein gehören 158 Mitglieder und 19 Ehemalige an. Beginn der Frauenarbeit mit einem Frauenabend. Im Februar 1975 nimmt die Begegnungsgruppe als zusätzliche Gruppenstunde für Männer und Frauen ihre Arbeit auf. Zum 75. Jahresfest vom 19. bis 21. September 1975 konnten als Festredner Kurt Twelker (Bundesvorsitzender) und Pfr. Martin Holland gewonnen werden. Das Jahresfest wird mitgestaltet von dem Blaukreuz-Musikcorps aus Brugg-Windisch (Winterthur/Schweiz). Im Juni 1976 ist Beginn der Seniorenarbeit - Leitung: Hermann Hering und Paul Hermann.

1978 bis 1980
Nach dem Auszug der Hauseltern Wischki wird der Beschluss gefasst, die ehemalige Wohnung im Erweiterungsbau als Gruppenräume zu nutzen. Eugen und Marianne Krause übernehmen den Hausmeisterdienst. Mitglieder-bestand 1979: 208. Am 1. September 1980 wird das Blau-Kreuz-Haus in Eiserfeld dem Blauen Kreuz Eiserfeld e.V. überschrieben.

1985 bis 1988
Der Blau-Kreuz Jugendchor Eiserfeld trägt zur musikalischen Gestaltung der Bundeskonferenz in Köln am 4. und 5. Mai 1985 (100 Jahre Blaues Kreuz in Deutschland) mit bei. 7. + 8.09.1995: 85. Jahresfest mit Pfarrer Leonhard Roth. Produktion einer Musikcassette des Jugendchores: "Meine Zeit steht in deine Händen". 14. Mai 1988: Konzert des Jugendchores mit dem Bläserkreis Eiserfeld in der Bühne der Stadt Siegen. Der Jugendchor unternimmt eine Wochenendfahrt nach Rijnsburg, Siegens niederländischer Partnerstadt.

1989 bis 1990
In Wilnsdorf wird eine zweite Begegnungsgruppe eingerichtet. Die Leitung übernimmt Daniel Klein. Der grosse Saal in Eiserfeld wird renoviert. Durch den Einbau einer mobilen Trennwand sollen Energiekosten eingespart werden. 1. und 2.09.1990: 90. Jahresfest mit Hermann Hägerbäumer.

1991 bis 1995
22.06.1991: Konzert des Jugendchores zum Thema "Ganz persönlich" in der Aula der Richerfeldschule. 2.11.1991: Oratorium "Paulus" mit dem Blau-Kreuz-Jugendchor und der Band "Dimanche" in der Bühne der Stadt Siegen. 19.09.1992: Tagesausflug zum Bibelmuseum in Amsterdam. 29.08.1993: Vereinsausflug zur Wartburg. 2.06.1994: Teilnahme am "Gemeindetag unter dem Wort" im Leimbchstadion. Pfingsten 1995: Vereinsausflug zur Blaukreuz-Bundeskonferenz in Bad Blankenburg. 26.11.1995: Jugendchorkonzert zum Jubiläum der KJG Eiserfeld mit dem Gospelchor "Spirited Voices".

1996 bis 1998
29. und 30.06.1996: Konzerte des Jugendchores mit dem Bläserkreis Eiserfeld in der ev. Kirche Zeppenfeld und der Trinitatiskirche Eiserfeld. Sanierung und Anstrich des historischen Fachwerkgiebels in Bernshausen. 31.08.1996: Konzert des Kinderchores in der Richerfeldschule. Im Mai 1997 werden 80 neue Stühle und 10 neue Tische angeschafft. Die alten Stühle gehen mit einem Hilfstransport an eine bedürftige Gemeinde im Osten Europas. 15.11.1997: Besuch einer Delegation des Internationalen Bundes des Blauen Kreuzes in Eiserfeld. Am 27.03.1998 scheidet Erich Amos auf eigenen Wunsch nach 38 Jahren als 1. Vorsitzender aus dem Vorstand aus. Er wird durch einstimmigen Beschluss des Vorstandes und der Mitgliederversammlung in Abstimmung mit dem Blauen Kreuz in Deutschland e.V., zum Ehren-vorsitzenden ernannt. Klaus-Jürgen Schütz wird neuer 1. Vorsitzender. 1998 werden weitere 60 neue Stühle angeschafft.

1999 bis 2000
1999: Herausgabe eines Hausprosektes für unser "Haus Lebensquell". 21. bis 24.05.1999: Bundesjugendtreffen zum Thema "SIEGEN...DIE KRÖNUNG" in Eiserfeld. 2000: 100. Jahresfest mit Heiner Studer, Generalsektetär des internationalen Blauen Kreuzes aus der Schweiz. Musikalische Begleitung des Festes: Musikcorps aus Ostermundigen/Schweiz, Gründung eines Projektchors (heute: Projektchor "Lebenszeichen")

2008
Klaus-Jürgen Schütz steht für eine Wiederwahl nicht mehr zu Verfügung. Karl Ludwig wird zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Volker Irle wird 2. Vorsitzender.

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