Der medizinische Fortschritt hat zu einer Entwicklung vielfältiger Medikamente geführt, die für viele Menschen eine Steigerung der Gesundheit und Lebensqualität zur Folge hat. Es gibt aber auch verschiedene Medikamentengruppen, die süchtig machende Stoffe enthalten. Das sind nach Angaben der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS)

  • Schmerzmittel
  • Hustenmittel
  • Schlafmittel
  • Beruhigungsmittel
  • Aufputschmittel

 

Wie sieht die Hilfe aus?

Kontaktieren Sie eine unserer Beartungsstellen. In einem vertraulichen Zweiergespräch geht es zunächst um Ihre persönliche Situation. Wir informieren Sie über mögliche Wege aus der Abhängigkeit. 

Im Rahmen der Beratung bieten wir Ihnen gerne weitere Einzel- und Gruppengespräche an, um Ihre Situation besser zu klären. Bei Bedarf suchen wir gemeinsam mit Ihnen nach einer passenden Therapie und übernehmen die Antragstellung.

 

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Wen betrifft die Medikamentensucht?

Medikamentensucht ist in allen sozialen Schichten zu finden. In Deutschland sind nach Schätzungen etwa 1,5 bis 1,9 Millionen Menschen medikamentenabhängig. Zwei Drittel davon sind Frauen. Unabhängig vom Geschlecht sind ältere Menschen häufiger betroffen als jüngere. Experten gehen davon aus, dass weit mehr Menschen unter Medikamentensucht leiden als bekannt ist. Oft wird die Abhängigkeit nicht erkannt. Somit ist die Dunkelziffer vermutlich hoch.

 

Welche Substanzgruppen können süchtig machen?

Folgende Substanzgruppen können sowohl missbraucht werden als auch eine körperliche Abhängigkeit hervorrufen:

  • Amphetamine (z. B. Concerta, Modafinil, Strattera, Tradon, Vigil)
  • Benzodiazepine (z. B. Diazepam, Lorazepan, Oxazepam, Tavor)
  • Non-Benzodiazepine, sogenannte Z-Drugs (z. B. Zopiclon, Zolpidem, Zaleplon)
  • Narkosemittel (z. B. Ketamin, Propofol, Sufentan)
  • Opiathaltige Schmerzmittel (z. B. Codein in verschiedenen Kombinationen, Fentanyl, Levomethadon, Morphin, Oxycodon, Tilidin-Kombinationen, Tramadol)

Quelle: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (August 2015): „MEDIKAMENTEN- ABHÄNGIGKEIT Suchtmedizinische Reihe Band 5“; DHS Jahrbuch Sucht 2020