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Betriebliche Suchthilfe und -prävention

Suchthilfe und -prävention im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements

Aktiv werden bei Suchtmittelkonsum, -missbrauch und Sucht am Arbeitsplatz

„Der Konsum von Suchtmitteln hat unmittelbare Folgen für die Arbeitswelt. Ernste Probleme für betroffene Mitarbeitende und Arbeitgeber entstehen nicht erst dann, wenn eine Abhängigkeitserkrankung bereits vorliegt. Auch riskanter und gesundheitsgefährdender Konsum wirkt sich auf Verhalten, Leistungsfähigkeit und Betriebsklima aus. Missbrauch und Sucht am Arbeitsplatz ist ein Thema, das für Personen mit unterschiedlichem beruflichem Hintergrund große Bedeutung hat. Es geht betroffene Beschäftigte und deren Umfeld etwas an, aber auch Arbeitgeber und Personalverantwortliche von kleinen, mittleren und großen Unternehmen. Weiterhin befassen sich Beratungs- und Ansprechpersonen wie auch Arbeitnehmervertretungen mit der Vorbeugung, Beratung und Hilfe.“[1]

 

Grundsätzliche Ziele von Gesundheitsförderung und Suchtprävention

„Die Gesunderhaltung und Gesundheitsförderung aller Beschäftigten sind übergeordnete Ziele des Suchtprogramms. Das umfasst die Abwendung von Gefährdungen durch riskanten Suchtmittelkonsum und Verhalten sowie die Hilfe bei daraus entstehenden Problemen. Weiterhin gehören dazu die Erhöhung der Arbeitssicherheit und die Verbesserung der Qualität von Prozessen, Dienstleistungen und Produkten.“[2]

 

​​​​​​​Der Anbieter von Suchtprävention innerhalb des betrieblichen Gesundheitsmanagements

Der Blaues Kreuz in Deutschland e. V. und die Blaues Kreuz Diakoniewerk mGmbH sind kompetente Ansprechpartner in Sucht- und Präventionsfragen. Sie verfügen über stationäre Einrichtungen, Fachkliniken, Beratungsstellen, Präventionsprojekte und über tausend Selbsthilfe-Angebote. Seit über 20 Jahren bilden der Blaues Kreuz in Deutschland e. V. und die Blaues Kreuz Diakoniewerk mGmbH Mitarbeitende aus Betrieben als freiwillige Suchtberatende aus und führen Schulungen für Mitarbeitende als auch Führungskräfte durch. Die Seminararbeit für die Mitarbeitenden in der Sucht- und Selbsthilfe ist ein wichtiger Schwerpunkt des Blauen Kreuzes. Die Mitarbeitenden der Präventionsarbeit blu:prevent sind in Schulen, in der Jugendarbeit und in Ausbildungsbetrieben unterwegs.

Der Blaues Kreuz in Deutschland e. V. und die Blaues Kreuz Diakoniewerk mGmbH bieten Ihnen verschiedene Veranstaltungen und Seminare für die betriebliche Suchthilfe im Rahmen des Gesundheitsmanagements an wie Informations- und Präventionsveranstaltungen. Das Seminar für Führungskräfte macht diese kompetent handlungsfähig im Umgang mit auffälligen Mitarbeitenden. Das Seminar für den Personalrat/Betriebsrat bzw. die Mitarbeitervertretung vermittelt diesen Personenkreisen die Chancen einer betrieblichen Suchtvereinbarung für alle Mitarbeitenden und ihre wichtige Rolle, die sie in der Umsetzung des Stufenplans einnehmen. Das „Ausbildungsprogramm zur freiwilligen/betrieblichen Mitarbeit in der Suchthilfe“ nach dem Standard des GVS[3] bietet den Betrieben die Möglichkeit, ihre eigenen freiwilligen Suchtberatenden ausbilden zu lassen. In speziell zugeschnittenen Veranstaltungen werden die Mitarbeitenden in Ihrem Betrieb von kompetenten Referentinnen und Referenten über das Thema informiert und im Umgang mit Betriebsvereinbarungen und deren Umsetzungen geschult. Mit den Auszubildenden wird in den Schulungsangeboten über die Themen Konsum, Missbrauch und Abhängigkeit sowie süchtige Verhaltensweisen gesprochen. Sie lernen wirksame Maßnahmen von Suchtprävention im Betrieb kennen.

Gerne nehmen wir Sie in das Netzwerk betrieblicher Suchthilfe und -prävention auf und unterstützen Sie beim Auf- und Ausbau entsprechender Maßnahmen im Rahmen des Gesundheitsmanagements in Ihrem Betrieb.

 

Inhalte von Suchthilfe und -prävention innerhalb des betrieblichen Gesundheitsmanagements

In den nachfolgend skizzierten Veranstaltungen werden die maßgeblichen Inhalte von Suchthilfe und -prävention innerhalb des betrieblichen Gesundheitsmanagements den Teilnehmenden vermittelt bzw. mit ihnen erarbeitet.

1. Informations- bzw. Präventionsveranstaltung Sucht und Gesundheit

  • Grundlagen der und Maßnahmen von Gesundheitsförderung
  • Informationen über Risiken und Grenzen des verantwortungsvollen Konsums von Suchtmitteln
  • Informationen über Suchtentstehung und Suchtformen
  • Informationen über Verhaltensweisen mit Suchtpotenzial
  • Informationen über Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten
  • Informationen über betriebliche Auswirkungen bei Mitarbeitenden, die durch Suchtmittel bzw. süchtige Verhaltensweisen auffällig werden
  • Präventive Maßnahmen zur Vorbeugung von Suchtmittelmissbrauch und süchtigem Verhalten im betrieblichen Kontext
  • Maßnahmen im Umgang mit suchtkranken Mitarbeitenden

Zielgruppe:  Mitarbeitende bzw. Auszubildende
Zeitumfang: 4 Stunden (evtl. im Rahmen eines Gesundheitstages)

 

2. Seminar für Mitarbeitende in Führungspositionen

Einführungsseminar:

  • Informationen über Suchtentstehung und Suchtformen
  • Auffälligkeiten und mögliche Hinweise auf Konsum von Suchtmitteln bei den Mitarbeitenden
  • Umgang mit auffälligen Mitarbeitenden im Team
  • Interventionsmöglichkeiten der Mitarbeitenden in Führungsverantwortung
  • Ziele einer betrieblichen Vereinbarung im Rahmen der Gesundheitsförderung
  • Interventionsmöglichkeiten der Führungsverantwortlichen, um Suchtmittelmissbrauch vorzubeugen
  • Interventionsgespräche mit auffälligen Mitarbeitenden
  • Förderung und Bindung der Mitarbeitenden
  • Umgang mit rückfälligen Mitarbeitenden

Zielgruppe:  Mitarbeitende in Führungsverantwortung
Zeitumfang: 7 Stunden

Workshop:

  • Umsetzung der betrieblichen Suchtvereinbarung
  • Das Spannungsfeld im Team im Zusammenhang mit Suchtmittelmissbrauch oder Abhängigkeit
  • Der Stufenplan
  • Gesprächsführung mit auffälligen Mitarbeitenden
  • Gestaltung der Wiedereingliederung von Mitarbeitenden

Zielgruppe: Mitarbeitende in Führungsverantwortung
Zeitumfang: 6 Stunden

 

3. Seminar für Personalrat/Mitarbeitervertretung/Betriebsrat

  • Ziele einer betrieblichen Vereinbarung im Rahmen der Gesundheitsförderung
  • Die Förderung eines positiven Arbeitsklimas durch eine Betriebsvereinbarung „Sucht“
  • Informationen über Suchtentstehung und Suchtformen
  • Auffälligkeiten und mögliche Hinweise auf Konsummissbrauch von Suchtmitteln
  • Wahrnehmung von Aufgaben des Personalrates/Mitarbeitervertretung/Betriebsrat im Rahmen der Suchtprävention
  • Umgang mit auffälligen Mitarbeitenden im Team
  • Umgang bei rückfälligen Mitarbeitenden

Zielgruppe: Mitarbeitende in Personalrat/Mitarbeitervertretung/Betriebsrat
Zeitumfang: 7 Stunden

 

4. Seminar für freiwillige betriebliche Suchtberatende (siehe „Ausbildung zum betrieblichen Suchtkrankenhelfer“ nach GVS Standards)

Grundseminar:

  • Entstehung und Funktion von Sucht
  • Formen der Sucht
  • Suchtumfeld
  • Umgang mit der Sucht
  • Das Hilfesystem
  • Sinn- und Wertebezüge
  • Die Helfertätigkeit im betrieblichen Kontext
  • Besondere Funktionen und Aufgaben vor dem Hintergrund des beruflichen Kontexts
  • Arbeitshilfen im beruflichen Kontext

Zielgruppe: Mitarbeitende, die sich zu freiwilligen Suchtberatenden qualifizieren wollen
Zeitumfang: 140 Stunden (Grundausbildung zur freiwilligen/betrieblichen Suchthilfe)

Weiterführende Workshops:
Fallbesprechung und Praxisseminare

  • Vernetzung im betrieblichen und außerbetrieblichen Kontext
  • Themenspezifischen Seminar (z. B. Gesprächsführung)

 

5. Netzwerk „Betriebliche Suchthilfe und -prävention“

Vernetzung hat einen hohen Stellenwert für die betriebliche Suchtprävention und -hilfe. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen verfügen oftmals nicht über ausreichende fachliche und personelle Ressourcen oder über umfassende Programme zur Gesundheitsförderung und Suchtprävention. Der Austausch in fachlichen Netzwerken ist deswegen umso wichtiger.[4]

 

Kontaktdaten:

Blaues Kreuz Diakoniewerk mGmbH
Hauptbereichsleitung Betriebe
Herr Detlef Tünnermann
Schubertstraße 41
42289 Wuppertal
detlef.tuennermann(a)blaues-kreuz.de
Tel. 0202-62003-30 oder -38

 

[1]www.sucht-am-arbeitsplatz.de/home/
[2]www.sucht-am-arbeitsplatz.de/themen/betriebliches-suchtprogramm/gesamtkonzept-und-struktur/
[3]www.sucht.org/fileadmin/user_upload/Mitarbeit_Suchthilfe/Stoffplan.pdf
[4]www.sucht-am-arbeitsplatz.de/themen/netzwerke-und-organisationen/